Schlechte Digitalisierung

Schulleitungen fühlen sich alleingelassen bei der Digitalisierung 20.1.21

Durch die aktuelle Corona Situation müssen alle Schulen in Baden-Württemberg wieder digitalen Fernunterricht für alle Klassen durchführen. Und wieder hat es mindestens am ersten Tag an zahlreichen Schulen Probleme mit der Technik gegeben.

Man hatte im Frühjahr bei der ersten Schulschließung gesehen, dass viele Schulen von dieser Umstellung auf Fernunterricht fast unvorbereitet „getroffen“ wurden. Es fehlte an der technischen Ausstattung und an der digitalen Kompetenz bei vielen Lehrern, Schulleitern und auch bei den Schülern.

Absolut unverständlich ist es, dass die Zeit zwischen der ersten Corona Schließung der Schulen und der neuen Schließung kurz vor Weihnachten äußerst halbherzig genutzt wurde, um die Schulen besser auf einen Fernunterricht vorzubereiten.

Wie kürzlich z.B. in den Badischen Neuesten Nachrichten oder bei Zeit Online zu lesen war, macht die Vereinigung der Schulleiterinnen und Schulleiter in Baden-Württemberg dem Kultusministerium unter Leitung von Frau Eisenmann (CDU) wegen mangelnder Unterstützung beim Online-Unterricht schwere Vorwürfe. Die Schulleitungen und Lehrkräfte im ganzen Land fragen sich: „Warum muss jede Schule sich eigene Wege und Möglichkeiten suchen, digitalen Online-Unterricht zu gestalten?“ und „Warum lässt das Land die Schulen bei dieser großen Herausforderung allein?“

Die meisten Schulen kommen mittlerweile unterschiedlich voran, das Problem seien aber weiterhin die technischen Rahmenbedingungen und fehlende Hilfsangebote. Ohne Eigeninitiative gehe nichts, denn von der Kultusverwaltung sei „nahezu keine fachliche Unterstützung“ zu erwarten.

Lehrerinnen und Lehrer machten Videokonferenzen häufig mit eigens dafür angeschafften und privat finanzierten Laptops. Die im August 2020 beschlossene Beschaffung von Dienstnotebooks für Lehrer über einen Zuschuss von 500 Mill. Euro wurde bisher immer noch nicht umgesetzt. Problematisch sei die Wartung der Computer und der digitalen Infrastruktur. Auch hier würden die Schulen „sehr häufig allein gelassen“.

Dass es anders geht, beweist z.B. die Alemannenschule in Wutöschingen in Südbaden schon seit einigen Jahren. Lange vor dem ersten Auftreten von Corona wurde in dieser Schule die Digitalisierung sehr stark in den Fokus gestellt. Es ist beeindruckend, was möglich ist, wenn es ernsthaft angegangen wird. Auch mit Unterstützung von kompetenten Partnern hat sich diese Schule einen Vorsprung von Jahren gegenüber dem Durchschnitt anderer Schulen in Baden-Württemberg erarbeitet.

Wir Freien Wähler fordern, dass das Kultusministerium endlich seiner Führungsaufgabe bei Thema Digitalisierung der Schulen gerecht wird!

https://bnn.de/nachrichten/baden-wuerttemberg/fernunterricht-schulleitungen-fuehlen-sich-alleingelassen

https://www.zeit.de/zustimmung?url=https%3A%2F%2Fwww.zeit.de%2Fnews%2F2021-01%2F18%2Ffernunterricht-schulleitungen-fuehlen-sich-alleingelassen

https://www.alemannenschule-wutoeschingen.de/

https://www.suedkurier.de/region/hochrhein/wutoeschingen/Die-Alemannenschule-Wutoeschingen-gilt-als-absoluter-Vorreiter-beim-digitalen-Lernen;art372627,8972148

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