Unser Rentensystem implodiert

Unser Rentensystem implodiert – oder in Rente mit 70! 18.6.2021

Bundestagspräsident Schäuble legt noch einen drauf! Er fordert die Rente mit 70!

Nach dem Bericht in der BILD-Zeitung vom 9.6.2021 und verschiedenen anderen regionalen Zeitungen über den Alarmruf von 39 Experten des Wirtschaftsministeriums, die wegen „schockartig steigender Finanzierungsprobleme“ die Rente mit 68 für unabdingbar halten, ist Deutschland und sind alle Spitzenpolitiker erschüttert. Auch weil Wolfgang Schäuble die 70 Jahre noch nachlegt.

Bei der Rentenfinanzierung müssen im Jahr 2020 106 Milliarden Euro mit Steuergeldern nachgelegt werden.

Kein Wunder – bei solchen Fakten:

  1. Die Rentenreform wurde verpennt. Arbeitsminister Heil (SPD) hat vor 3 Jahren Rentenvorschläge dazu in Auftrag gegeben. Aber mit folgenden Prämissen- KEINE Erhöhung des Renteneintrittsalters („SPD:Rente mit 63 Jahren“)

    – KEINE Rentenkürzungen

    – KEIN Ausbau der privaten Vorsorge.

  2. Teure Zusatzkosten wie die Grundrente und die Mütterrente (für die CDU/CSU).
  3. Jedes Jahr steigende Lebenserwartung der Menschen.
  4. Weniger Geburten
  5. Bis zum Jahr 2030 gehen 1,5 Millionen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes in Pension.
    Das statistische Bundesamt hat errechnet, daß 1 Million Pensionäre den Staat genauso viel kosten wie 20 Millionen Renter.
    Ein Beamter erhält nach dem 4.Versorgungsbericht der Bundesregierung im Bund im einfachen bzw. mittleren Dienst eine durchschnittliche Pension von 1.750 €/Monat.
    Im gehobenen Dienst 2580 €/ Monat und im höheren Dienst 3.870 €/Monat.
    Im Regelfall ca.72 % der letzten Gehälter (bei 45 Jahren Beschäftigung / zu erwähnen ist, dass die Krankenversicherung privat zu erfolgen hat und die Pension zu versteuern ist).
    In der „normalen“ Rente gilt die Grenze von 48%, es wird befürchtet, daß sie bis 43% des letzten Gehaltes bis 2030 absinkt, wenn nichts passiert.
  6. Die meisten Politiker lügen sich selbst in die Tasche – und dies schon mindestens seit 20 Jahren. Keiner will dieses „heiße Eisen“ anfassen.
    Alle sind sich der Problematik der demographischen und gesundheitlichen Entwicklung schon lange bewusst.
    Im Jahr 2040 noch mehr Rentner und viel weniger Beitragszahler.
    Aber jeder will gewählt werden und vermeidet eine längst notwendige, aber unangenehme Rentenreform.

Was ist zu tun?

Da gibt es vielerlei Optionen:

  1. Das Rentenalter wird auf 68 Jahre eingeführt – ohne Ausnahmen.
  2. Die monatlichen Rentenbeiträge werden von derzeit 18,3 % für Arbeitnehmer und Arbeitgeber auf 20% + X angehoben.
  3. Jeder zahlt zukünftig in die Rentenversicherung ein, ergal ob Arbeiter, Angestellte, Selbständige wie Unternehmer, Freiberufler, Handwerker, Beamte und Abgeordnete.
  4. Die Pensionsauszahlungen der Beamten werden zurückgefahren auf das Niveau der anderen Beitragszahler, also derzeit bei 48%.
  5. Die Fremdfinanzierung über Schuldenaufnahme und artfremde Steuern wie Ökosteuer muss auf 0 reduziert werden.?
  6. Die Doppelbesteuerung der Einkünfte und nachher der Rente muss weg.
    Einmal Steuern zahlen reicht!
  7. Die von den FREIEN WÄHLERN im Bundestagswahlprogramm 2021 geforderte „Maschinen-Gutschrift“ ist durchaus ein denkbarer Ansatz, muss jedoch noch näher durchdacht und den Menschen in Deutschland besser erklärt werden.

Gez. Roland Dreizler

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